GESCHICHTE DER BERLINER WISSENSCHAFT

1700
Gottfried Wilhelm Leibniz (01.07.1646, Leipzig – 14.11.1716, Hannover) ruft die Kurfürstliche Brandenburgische Sozietät der Wissenschaften ins Leben, aus der später die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften hervorgeht.

1710
König Friedrich I. lässt vor den Toren der Stadt ein Pesthaus errichten, das, als die Pest die Stadt verschonte, in den folgenden 17 Jahren als Hospiz für unbemittelte Alte, als Arbeitshaus für Bettler und als Entbindungseinrichtung für unehelich Schwangere genutzt wird. 1727 bestimmt König Friedrich Wilhelm I. das Pesthaus "zum Lazareth und Hospital" sowie zur Lehranstalt für angehende Militärärzte und vermerkte am Rande eines Briefes, "es soll das Haus die Charité heißen". Damit beginnt die medizinische Bedeutung des nunmehr "Königlichen Charité-Krankenhauses", das in der Folgezeit zum heute größten Universitätsklinikum Europas ausgebaut wurde.
1997 fusionieren die medizinischen Fakultäten "Rudolf-Virchow-Klinikum" und "Charité" zur "Medizinischen Fakultät Charité der Humboldt-Universität zu Berlin". Ein Jahr später werden auch die dazugehörigen Kliniken zusammengeführt. 2003 fusioniert die Charité mit der medizinischen Fakultät der Freien Universität Berlin.


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