GESCHICHTE DER BERLINER WISSENSCHAFT

1901
Reinhold Burger (12.01.1866, nahe Baruth/Mark – 21.12.1854, Berlin) entwickelt gemeinsam mit Wilhelm Conrad Röntgen die Röntgenröhre. 1903 erfindet der Glastechniker die Thermosflasche.

1904
Fertigstellung des Botanischen Gartens in Lichterfelde, der heute zur Freien Universität Berlin gehört und der drittgrößte Botanische Garten der Welt ist.

1912/1913
Gustav Hertz (22.07.1887, Hamburg – 30.10.1975, Ost-Berlin) und James Franck (26.08.1882, Hamburg – 21.05.1964, Göttingen) entwickeln am Physikalischen Institut der Berliner Universität den Franck-Hertz-Versuch, für den sie 1925 den Nobelpreis für Physik erhalten.

1914
Albert Einstein (14.03.1879, Ulm – 18.04.1955, Princeton/USA) kommt nach Berlin an die Preußische Akademie der Wissenschaften. In Berlin vollendet Einstein die Allgemeine Relativitätstheorie, die er 1916 veröffentlicht. Ein Jahr später wird Einstein Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts, einer Vorläufer-Einrichtung der späteren Max-Planck-Gesellschaft. 1921 erhält er für seine Arbeiten zur Erklärung des Fotoeffekts den Nobelpreis für Physik.

1919
Magnus Hirschfeld (14.05.1868, Colberg – 14.05.1935, Nizza) eröffnet das erste Institut für Sexualwissenschaft. Die private Einrichtung wird 1933 von den Nationalsozialisten aufgelöst.

1931
Ernst Ruska (25.12.1906, Heidelberg – 27.05.1988, Berlin) erfindet das Elektronenmikroskop an der Technischen Universität Berlin.

1936
Hans Geiger (30.09.1882, Neustadt an der Weinstraße – 24.09.1945, Potsdam), der Erfinder des Geigerzählers, wird Direktor des Physikalischen Instituts in Berlin.

1941
Konrad Zuse (22.06.1910, Berlin – 18.12.1995, Hünefeld bei Fulda) entwickelt in einer Kreuzberger Wohnung den Z3, einen auf dem binären Zahlensystem basierenden Apparat, der heute als der erste Computer der Welt anerkannt ist.

1948
Ein Teil der Studierenden der Berliner Universität spaltet sich von der Berliner Universität ab und gründet mit Hilfe der USA und von Wissenschaftlern die Freie Universität Berlin, da ihnen an der wieder eröffneten kommunistisch beeinflussten Universität "Unter den Linden" die Studienerlaubnis entzogen worden war.

1969
Aus einem Zusammenschluss verschiedener Einrichtungen entsteht die Deutsche Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt, aus der 1997 das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hervorgeht.

1969
Gründung des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), der größten sozialwissenschaftlichen Forschungseinrichtung Europas.

1975
Zusammenlegung der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste mit der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst zur Hochschule der Künste Berlin (seit 2001 Universität der Künste Berlin).

1986
Gründung des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB).

1992
Auf 420 Hektar Fläche entsteht im Südosten Berlins der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Berlin-Adlershof, der unter anderem die Berliner Elektronenspeicherring-Gesellschaft für Synchrotronstrahlung m.b.H. (BESSY) beherbergt. Zur gleichen Zeit entsteht im Norden der Hauptstadt am Standort Berlin-Buch ein Zentrum für Biotechnologie, zu dem z.B. das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin gehört.


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