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Zentrum Moderner Orient (Ressortforschung des Landes) (GWZ Berlin) (ZMO)

Art der Einrichtung

Außeruniversitäre Forschungseinrichtung

Arbeitsschwerpunkte

Grundlagenforschung

Profil

Das Forschungsprogramm des Zentrums umfasst gegenwärtig 3 interdisziplinäre Forschungsgruppen und 35 wissenschaftliche Mitarbeiter, die zu Aspekten der Geschichte und Kultur des „Modernen Orient“ seit dem 18. Jahrhundert arbeiten.
Das zentrale Forschungsprogramm des ZMO „Muslimische Welten – Welt des Islams? Entwürfe, Praktiken und Krisen des Globalen“ (2008-2013) untersucht ein breites Spektrum historischer wie gegenwärtiger Dynamiken innerhalb und zwischen muslimisch geprägten Gesellschaften seit dem 18. Jahrhundert sowie ihre Verbindungen nach Europa. Die breite Zusammenarbeit von Historikern, Ethnologen, Islamwissenschaftlern, Ökonomen, Psychologen und anderen Fachvertretern am Zentrum überschreitet die gängigen Grenzen der Regional- und Fachwissenschaften. Besonderen Nachdruck legen die Wissenschaftler auf kooperative und interdisziplinäre Grundlagenforschung, die auf intensiven Archiv- und Feldforschungen sowie der Kenntnis einer Vielzahl regionaler Sprachen beruht. Sie erforschen grundlegende und, wie besonders in jüngster Zeit deutlich geworden ist, für das Verständnis der Gegenwart notwendige Bereiche der außereuropäischen Moderne.
Das ZMO ist darüber hinaus Mitglied des Sonderforschungsbereichs 640 "Repräsentationen sozialer Ordnungen im Wandel. Interkulturelle und intertemporäre Vergleiche", der an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt ist. (Juli 2004 – Dezember 2012)

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die Fritz Thyssen Stiftung und das Wissenschaftskolleg zu Berlin haben von 2006 bis 2010 ein gemeinsames Forschungsprogramm zu "Europa im Nahen Osten - Der Nahe Osten in Europa" vereinbart. Die Fritz Thyssen Stiftung stellt dafür Mittel von mehr als 2 Millionen Euro zur Verfügung. Seit 2011 wird das Programm im Rahmen des Forums Transregionaler Studien weitergeführt. Leitidee ist die Erforschung der politischen, sozialen, religiösen und kulturellen Verflechtungen zwischen Europa und dem Nahen Osten - in Geschichte und Gegenwart. Beteiligt sind Wissenschaftler der drei Berliner Universitäten, des Zentrums Moderner Orient, des Zentrums für Literaturforschung sowie Wissenschaftler aus anderen deutschen und europäischen Universitäten. Im Mittelpunkt steht ein Postdoktorandenprogramm. In den nächsten fünf Jahren werden 50 Nachwuchswissenschaftler aus dem Nahen Osten für jeweils ein Jahr an Berliner Forschungseinrichtungen eingeladen. Prof. Ulrike Freitag und Dr. Nora Lafi vom Zentrum Moderner Orient in Berlin leiten hier das Projekt "Cities Compared: Cosmopolitanism in the Mediterranean and Adjacent Regions". Eine Zusammenfassung des daraus resultierenden Studienseminars "Transnational History in Ottoman Perspective: The Experience of the Ottoman Urban Studies Seminar at ZMO Berlin" findet sich im Palgrave Dictionary of Transnational History.
Das ZMO ist Teil des Berliner Forums Transregionale Studien.

Innovationsfelder

Geisteswissenschaften
Kreativwirtschaft und Kultur
Wirtschafts-, Rechts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften

Themengebiete

  • Geschichtswissenschaften, Archäologie
  • Kulturwissenschaften inkl. Film-/ Theaterwissenschaft
  • Religionswissenschaft
  • Sozialwissenschaften

Letzte Änderung: 31.03.2016