Unser gesellschaftlicher Standard hat einen hohen Preis: Der enorm wachsende Energiebedarf erfordert neue Energieträger. Kraftstoffe für Autos oder Flugzeuge sollen möglichst schadstoffarm verbrannt werden, und Wirkstoffe wie Antibiotika müssen immer feiner auf ihr Einsatzgebiet im menschlichen Körper abgestimmt werden. Katalysatoren nehmen bei der Lösung dieser Herausforderungen eine Schlüsselstellung ein. In dem von Chemikerinnen und Chemikern der TU Berlin initiierten Forschungscluster »Unifying Concepts in Catalysis« erfolgen die Erforschung und Entwicklung neuer Katalysatoren. Diese ermöglichen die zielgerichtete Durchführung chemischer Reaktionen mit einem geringstmöglichen Energie- und Materialaufwand. Als Katalysatoren dienen neue, maßgeschneiderte Moleküle und Materialien unterschiedlicher Größe. In dem Forschungsverbund, mit dem sich die TU Berlin an dem Exzellenzwettbewerb von Bund und Ländern beteiligt, werden die drei großen Wissenschaftsbereiche der klassischen Chemie, der Biowissenschaften und der Materialwissenschaften miteinander verknüpft. Ingenieure unterschiedlicher Fachrichtungen arbeiten an der Umsetzung der Ergebnisse in industrielle Anwendungen. Das Netzwerk, das deutschlandweit aus 40 Forschergruppen besteht, kombiniert damit eine einzigartige naturwissenschaftliche Expertise mit modernen Methoden der Ingenieurwissenschaften. Auch die besondere Kompetenz am Berliner Standort wird unter Federführung der TU Berlin dadurch gebündelt. Durch die wissenschaftliche Kooperation werden erhebliche Synergien für die Entwicklung neuer katalytischer Prozesse erwartet.
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Letzte Änderung: 2010-04-12