Herr Univ.-Prof. Uwe Ulbrich, Wissenschaftlicher Leiter
Stürme in den mittleren Breiten führten zwischen 1950-2006 zu Schäden in der Gesamthöhe von ungefähr 66 Mrd US$ und stellen somit nach den tropischen Wirbelstürmen die Naturkatastrophen mit dem zweithöchsten Schadenspotential dar (Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft, 2007; Qian und Saunders, 2003). Eine saisonale Vorhersagbarkeit des Sturmrisikos könnte dazu beitragen, durch angemessene Massnahmen die Schäden zu reduzieren. Im Projekt "Saisonale Vorhersagbarkeit von Sturmrisiko im Bereich Nordatlantik-Europa" soll die saisonale Vorhersagbarkeit des Sturmrisikos im Bereich Nordatlantik /Europa anhand eines Ensembles von saisonalen Vorhersagen des ECMWF (DEMETER) untersucht werden. Basis zur Berechnung des Sturmrisikos sind Bodenwinddaten. Untersucht werden Anomalien des Sturmrisikos und der Zusammenhang mit Anomalien von Faktoren, welche bei der Entwicklung von starken Zyklonen eine wichtige Rolle spielen (z.B. Baroklinität, latente Wärme), und deren Zusammenhang mit großskaligen Variablen (z.B. NAO, SST oder Schneebedeckung). Aus dem Zusammenhang von anomalem Sturmrisiko mit spezifischen längerfristigen Variationen dieser Variablen soll schliesslich die Möglichkeit von saisonalen Vorhersagen eingeschätzt werden.
| Energie und Umwelt |
Letzte Änderung: 2010-02-22