Erfahren Sie Hintergründe zu Projekten und Forschungsgebieten
unserer BERLIN SCIENCES Experten.

Werdegang und aktuelle Arbeitsschwerpunkte
Mein beruflicher Werdegang geht auf beeindruckende Begegnungen mit einzelnen Tieren zurück. Sie waren richtungsweisend und so nachhaltig, dass mich der Wunsch, 'Sprache und Seele' dieser Tiere verstehen zu können, nicht mehr los ließ. Das methodische Rüstzeug dafür erwarb ich an den Universitäten Tübingen (Promotion über ein Thema der Chronobiologie) und Freiburg.
In Freiburg begann ich erste Forschungen zur gesanglichen Kommunikation der Vögel, die 1970 zu meiner Habilitation (Schwerpunkt: Biokybernetik) und 1975 zu meiner Ernennung zum Professor für Zoologie führten. Den wichtigsten Beitrag zur Verwirklichung meines Wunschtraums brachte dann meine Berufung auf eine ordentliche Professur an der Freien Universität Berlin. Dort konnte ich 1976 ein Zentrum für verhaltensbiologische Wissenschaften aufbauen, das sich bis zu meiner Emeritierung (2003) vor allem auf die Erforschung der akustischen Kommunikationsleistungen von Vögeln und Säugetieren konzentrierte.
In diese Zeit fielen verständlicherweise auch Arbeitsaufenthalte an auswärtigen Universitäten sowie Forschungsprojekte, die außerhalb von Berlin liefen, z.B. in Frankreich, Israel, Kenia oder Neuseeland. In Israel habe ich am Roten Meer eine internationale Forschungsstätte errichtet, in der z.B. das Verhalten von Delfinen und ferner auch spezielle Mensch-Tier-Beziehungen unter die Lupe genommen wurden (Dolphin Reef, Eilat; 1994-2006).
Einige wichtige Projekte zur Kommunikationsforschung werden, dank einer gewissen Ausstattung mit Drittmitteln und meines jetzigen Status als 'Professor Emeritus', auch heute noch weitergeführt. Zusätzlich haben wir einen neuen Schwerpunkt aufgegriffen. Unter dem Kennwort ANCOR (=Animal Conservation Research) untersuchen wir, wie sich Einblicke in das Ausdrucksverhalten gefährdeter Vögel oder Säugetiere zum Wohle dieser Tiere nutzen lassen. Letzteres soll zum Beispiel in eine Entwicklung konkreter Schutzmaßnahmen für bedrohte Tierarten münden. Näheres dazu kann unserer Webseite entnommen werden. Dort sind auch Hinweise auf relevante Publikationen gegeben.