Unifying Concepts in Catalysis
Der Exzellenzcluster Unifying Concepts in Catalysis (UniCat) versucht, Methan in einer Mini-Chemiefabrik in wertvolle Stoffe umzuwandeln. mehr

Neue Techniken erfordern neue Materialien – in der Medizin, in der Solartechnik und in vielen anderen Bereichen. Berlin bietet durch eine exzellente Forschungsinfrastruktur im Bereich der Materialwissenschaften beste Voraussetzungen für Wissenschaft und Wirtschaft. Wie alle angewandten Wissenschaften profitiert die Materialwissenschaft in Berlin von einer breiten Basis physikalischer und chemischer Grundlagenforschung, die in zahlreichen Einrichtungen betrieben wird.
Experimente mit Neutronen und Synchrotronstrahlung
Das Helmholtz-Zentrum Berlin für Material und Energie ist eines der wenigen Zentren weltweit, das sowohl Experimente mit Neutronen als auch mit Synchrotronstrahlung durchführt. Möglich machen es zwei Großgeräte: der Forschungsreaktor BER II für Experimente mit Neutronen und der Elektronenspeicherring BESSY II, der hochbrillante Synchrotronstrahlung vom Terahertz- bis in den Röntgenbereich erzeugt.
Außerdem hervorzuheben sind die Bundesanstalt für Materialforschung und
-prüfung (BAM), das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ), das sich mit der Züchtung kristalliner Werkstoffe von der Grundlagenforschung bis zur technologischen Reife beschäftigt, und die in Adlershof ansässigen verschiedenen Institute mit ihren Schwerpunkten wie Molekulare Materialien, Nanomaterialien oder auch Halbleiter und Halbleiterbauelemente.
International einzigartiges Bildungs- und Forschungsangebot
Der Fachbereich Prozesswissenschaften der Technischen Universität Berlin bringt Biotechnologen, Energie- und Verfahrenstechniker, Lebensmittelchemiker und -technologen, technische Umweltschützer und Werkstoffwissenschaftler zusammen und bietet damit ein international einzigartiges Bildungs- und Forschungsangebot im Bereich der prozessorientierten Wissenschaftsdisziplinen.
Die Technische Universität ist am Exzellenzcluster UniCat (Unifying Concepts in Catalysis) mit neun Fachgebieten erheblich beteiligt. In dem interdisziplinären Forschungsverbund arbeiten 250 Biologen, Chemiker, Physiker und Verfahrenstechniker aus vier Universitäten und zwei Max-Planck-Instituten.
Separater Fachbereich für Analytische Chemie
In der Analytic City Adlershof arbeiten Forschungseinrichtungen in Kooperation mit großen Firmen zukunftsorientiert an der Optimierung bestehender Verfahren der Materialanalytik und der Entwicklung neuer Methoden an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und Anwendung. Die Humboldt-Universität zu Berlin ist hier außerdem eine der wenigen Hochschulen in Deutschland, an der ein separater Fachbereich für Analytische Chemie existiert.
Das Berliner Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft wiederum ist weltweit für seine Forschung im Bereich der allgemeinen physikalischen Chemie bekannt, speziell der Untersuchung von physikalisch-chemischen Vorgängen an Oberflächen und Grenzflächen. Prof. Gerhard Ertl aus dem Fritz-Haber-Institut erhielt für diese Arbeiten 2007 den Nobelpreis für Chemie.
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Weiterführende Informationen zum Innovationsfeld Materialwissenschaften finden Sie auch auf den Internetseiten des Berlin Business Location Centers.