Optik und Mikrosystemtechnik

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"Durch den Mauerfall hat sich Berlin verändert und ich hoffe, das bleibt so."

Lichtinstallation © WISTA

Dr. Peter Strunk kennt alle Daten und Fakten zum Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof im Südosten Berlins. Der promovierte Historiker ist seit 1999 bei der Betreibergesellschaft des Hochtechnologiestandortes WISTA-MANAGEMENT GmbH für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Wissenschaft und Forschung haben in Adlershof eine lange Tradition. In der DDR sind hier ein naturwissenschaftliches Forschungszentrum der Akademie der Wissenschaften und der Deutsche Fernsehfunk angesiedelt. Dann kommt der Mauerfall, den Strunk geradezu entgeistert vor dem Fernseher in Frankfurt am Main verfolgt, hat er doch in West-Berlin studiert und die geteilte Stadt erst ein Jahr zuvor für eine Anstellung bei der AEG verlassen.

In Adlershof steht dagegen die Zukunft von 5500 hochqualifizierten Mitarbeitern der Akademie der Wissenschaften auf dem Spiel. „Man stand vor der Aufgabe, aus Angehörigen der technischen DDR-Intelligenz Unternehmer zu machen: Eigentümer von Produktionsmitteln. Das waren in der DDR Klassenfeinde. So wurde die Idee für eine integrierte Landschaft aus Wirtschaft und Wissenschaft geboren und 1991 der Technologiepark Adlershof als Reaktion auf den enormen Strukturwandel nach dem Mauerfall gegründet.“

Heute sind in Adlershof auf einer Fläche von 4,2 Quadratkilometern über 1000 Unternehmen, zehn außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und sechs naturwissenschaftliche Institute der Humboldt-Universität angesiedelt. Über 25 000 Menschen arbeiten und studieren auf dem Areal – mehr als zu DDR-Zeiten. Doch für Strunk ist Berlin als neuer Standort der Hightechindustrie, die in enger Zusammenarbeit mit einer anwendungsorientierten Wissenschaft entsteht, längst noch nicht auserzählt:

"Berlin hat nicht nur das Potenzial, sondern auch die Fläche für Zukunftsorte."

Und so wird es auch künftig zu seinen Aufgaben gehören, Wissenschaft und Wirtschaft aus Adlershof anschaulich zu machen, was manchmal so glamourös und geschichtsträchtig sein kann wie bei der Himmelsscheibe von Nebra, deren Zusammensetzung in einer Adlershofer Forschungseinrichtung untersucht wurde.