Stadtentwicklung und Bautechnik

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Die Stadt der Zukunft

Städte sind die Lebensräume der Zukunft. Doch wie können Städte den steigenden Anforderungen an Ressourceneffizienz, Infrastruktur und Lebensqualität begegnen? Die Forschungsplattform der TU Berlin greift genau diese Komplexität auf und vereint mehrere Forschungsstränge.

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digitale Stadt © fotolia

Seit 2008 leben weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Diese Tendenz wird sich in den kommenden Jahrzehnten weiter verstärken. Städte stehen aber nicht nur aufgrund der zunehmenden Bevölkerungsanzahl steigenden Anforderungen gegenüber: Sie müssen auch Ressourcen effizienter nutzen und innovative Infrastrukturen entwickeln, um ihre Lebensqualität und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten.

Mit dem Start der Forschungsplattform „TU Berlin Smart City Platform“ sollen verschiedene Forschungsprojekte – technischer, sozialer und räumlicher Disziplinen – rund um das Thema Stadt zusammengeführt werden, um genau diese Vielschichtigkeit der Herausforderungen abzubilden.

Im Rahmen der TU Berlin Smart City Platform, die unter Federführung von Prof. Buschoten und Prof. Pahl-Weber zu einem Kompetenzzentraum ausgebaut werden soll, wird ein „Urban Lab“, ein städteplanerisches Forschungslabor entwickelt, mit dem Pilotprojekte simuliert werden können. So können die Forscher erproben, wie sich städteplanerische Entscheidungen auf den Raum, die Menschen und die Umwelt auswirken. Und damit liefern sie Entscheidungshilfen für die tatsächlich stattfindende Transformation der Städte.

Frau Prof. Pahl-Weber beschäftigt sich bereits seit über acht Jahren mit Forschungen zu Megacities. Solche Megastädte sind in den letzten Jahrzehnten vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern entstanden. Berlin ist zwar keine Megacity, trotzdem ist Prof. Pahl-Weber überzeugt, dass sie ihr Wissen gut auf die wachsende und pulsierende Metropole Berlin anwenden kann. Denn: Die Herausforderungen sind ähnlich komplex und es gibt Projekte in Berlin, die sich an Lösungen für Städte weltweit versuchen. Ein gutes Beispiel sei, so Prof. Pahl-Weber, die Urban Tech Republik auf dem Berliner Flughafen Tegel (TXL). Sobald der neue Flughafen BER eröffnet wird, wird auf dem dann ungenutzten Flughafengelände TXL ein Forschungs- und Industriepark für die Stadt der Zukunft entstehen. Hier treffen Gründer, Studierende, Investoren, Industrielle und Wissenschaftler zusammen, um gemeinsam Technologien für die Städte von morgen zu entwickeln.

Die TU Berlin Smart City Platform, die seit 2013 im Aufbau ist, trifft also in Berlin auf eine gute Forschungsbasis und eine gesunde Portion Gründergeist. Prof. Pahl-Weber ist sich daher sicher, dass die Ausgangslage in der Hauptstadt vortrefflich ist und dass neue wissenschaftliche Kooperationen nicht lange auf sich warten lassen werden.

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