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Ulrich Horst

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Portrait of Prof. Dr. Ulrich Horst

Prof. Dr.

Ulrich Horst

Professor für Angewandte Finanzmathematik an der Humboldt-Universität zu Berlin und einer der beiden wissenschaftlichen Direktoren des Quantitative Products Laboratoy
(Foto: Deutsche Bank, Hülsbömer)

Wie sollte sich ein Investor verhalten? Welchen Einfluss übt eine Order auf den Aktienmarkt aus? Überhaupt: Welche Dynamiken bewegen die internationalen Finanzmärkte? Prof. Dr. Ulrich Horst will diese Fragen beantworten. Er ist Professor für Angewandte Finanzmathematik an der Humboldt-Universität zu Berlin und zugleich einer der beiden wissenschaftlichen Direktoren des Quantitative Products Laboratoy (QPL) – einer gemeinsamen Initiative der Deutschen Bank, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin.

 

Stetiger Austausch mit Mitarbeitern der Deutschen Bank

 

Genau wie die Finanzmärkte sind auch die  Arbeitsschwerpunkte von Prof. Horst dynamisch. Der stetige Austausch mit den Mitarbeitern der Deutschen Bank hilft dem Forscher dabei, am Puls der Zeit zu bleiben. Im Dialog sehen Prof. Horst und sein Team schnell, was den Praktikern wichtig ist.  „So können wir neue Themengebiete früher erkennen und besetzen“, sagt Ulrich Horst.



Eines dieser Themen ist der Bereich „Hidden Liquidity“. Darunter verstehen Händler Aktienordern, die das Potential haben, den Marktpreis stark zu beeinflussen und deshalb nicht sofort im Orderbuch sichtbar dargestellt werden. Um durch einen solchen Handel nicht die Preise zu beeinflussen, verkauft ein Händler die Aktien in der Regel stückweise und macht seine Gesamtorder im Orderbuch erst nach und nach vollständig sichtbar. Wie ein Händler dabei am besten vorgehen sollte, untersucht Prof. Ulrich Horst.

 

Modelle im Praxistest

 

In seinen Modellen bildet Finanzmathematiker Horst die Faktoren ab, die einen Handel beeinflussen. Wie viele Aktien will ein Investor kaufen? Welches Ziel verfolgt er? Hängt der Handel von bestimmten Terminen ab? Jedem Modell liegen somit bestimmte Annahmen zugrunde. Wer sich bei seinen Entscheidungen an den Modellen des Wissenschaftlers orientiert, darf Ergebnisse und Annahmen nicht voneinander trennen. „Wenn das gegeben ist“, sagt Prof. Horst, „ist ein Modell eine gute erste Annäherung an die Realität.“ Regelmäßig testet die Deutsche Bank Modelle, die Prof. Horst mit seinem Team entwickelt hat, in der Praxis mit dem Ziel, sie langfristig anzuwenden.

 

Kooperation und Interdisziplinarität lockten nach Berlin

 

„Die Qualität unserer Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank ist eine ganz neue und wahrscheinlich weltweit einzigartig“, sagt Prof. Ulrich Horst. Die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft war einer der Gründe, die Ulrich Horst 2007 nach Berlin führten. Außerdem überzeugte ihn die ausgeprägte interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachrichtungen. Gemeinsam mit Kollegen aus den Wirtschaftswissenschaften, der Statistik und der Mathematik forscht Prof. Horst auch im Sonderforschungsbereich „Ökonomisches Risiko“ der Humboldt-Universität.

 

Das Zentrum der deutschen Finanzmathematik

 

„Berlin ist schon seit rund 15 Jahren ein wichtiges Zentrum für Finanzmathematik in Deutschland“, sagt Ulrich Horst: „Schon die schiere Masse an Wissenschaftlern ist beeindruckend.“ Mehr als zehn Lehrstühle für Wahrscheinlichkeitstheorie und Finanzmathematik gibt es in Berlin, dazu kommen weitere Lehrstühle für Statistik und Ökonometrie, das Weierstrass Institut für Angewandte Analysis und Stochastik sowie Großforschungsprojekte wie das DFG-Forschungszentrum MATHEON. Die Berlin Mathematical School, eine gemeinsame Initiative der drei großen Berliner Universitäten, und das Graduiertenkolleg „Stochastic Models of Complex Processes“ bilden den mathematischen Nachwuchs aus.

Vor seinem Umzug nach Berlin hatte Ulrich Horst an der kanadischen University of British Columbia Vancouver und in den USA an der Princeton University gelehrt und geforscht. Zwar hat der Finanzmathematiker dort bereits mit einem Energieversorger und einem Hedgefonds zusammengearbeitet, doch nur kurzfristig im Rahmen kleinerer Projekte. Die  Humboldt-Universität zu Berlin kennt Ulrich Horst gut, er promovierte hier.

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Quantitative Products Laboratoy

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Das Quantitative Products Laboratoy (QPL) ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Bank, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin.Seine Mitarbeiter forschen schwerpunktmäßig im Bereich Quantitative Finance.

 

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