Prof. Dr.
Günther Tränkle
Der Physiker ist Leiter des Ferdinand-Braun-Instituts, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik und Professor an der Technischen Universität Berlin.
(Foto: FBH, M. Schönenberger)

Der Physiker ist Leiter des Ferdinand-Braun-Instituts, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik und Professor an der Technischen Universität Berlin.
(Foto: FBH, M. Schönenberger)
Forschungserkenntnisse möglichst schnell in die Praxis umzusetzen – kaum ein Wissenschaftler verfolgt dieses Ziel so konsequent und erfolgreich wie Prof. Dr. Günther Tränkle. Bestes Beispiel dafür sind die fünf Ableger des Ferdinand-Braun-Instituts, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH): Fünf Unternehmen sind entstanden, seit Günther Tränkle die Leitung des Instituts übernommen hat. Auch als Vorsitzender des Kompetenznetzwerkes Optec-Berlin-Brandenburg (OpTecBB) bringt Tränkle regelmäßig Wissenschaftler und Unternehmer an einen Tisch. Sein Ziel ist es, optische Technologien gemeinsam zu erschließen und zu nutzen.
Auszeichnungen für erfolgreichen Technologietransfer
Materialbearbeitung, Lasertechnologie, Medizin- und Präzisionstechnik sind Bereiche, in denen Diodenlaser des Ferdinand-Braun-Instituts von der Industrie genutzt werden. Auch in den übrigen Abteilungen des Leibniz-Instituts legt Günther Tränkle Wert auf anwendungsorientierte und industrienahe Forschung. Mit vorzeigbaren Ergebnissen: Für seine Leistungen im Technologietransfer hat das FBH bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. „All diese Erfolge wurden möglich, weil die richtigen Partner vor Ort sind und der Austausch hervorragend ist“, meint Günther Tränkle.
Netzwerk WideBaSe Research hat sich etabliert
Das gilt auch für das jüngste Projekt unter der Leitung des Wahlberliners. In Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Kristallzüchtung entstand 2007 das Netzwerk WideBaSe Research. Hier sind alle Aktivitäten gebündelt, die sich mit Halbleitern großer Bandlücke beschäftigten – darauf basieren wichtige Bauelemente wie beispielsweise Leuchtdioden im UV-Bereich. „Das Netzwerk hat sich inzwischen etabliert und wir haben einen regionalen Wachstumskern, WideBaSe Applications, auf den Weg gebracht“, sagt Günther Tränkle.
Dass der Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft so gut funktioniert, schreibt Tränkle unter anderem der hohen Dichte wissenschaftlicher Einrichtungen in Berlin zu: „In diesem Umfeld siedeln sich natürlich auch innovative und junge Unternehmen an, die Forschungspartner benötigen oder Ergebnisse aus wissenschaftlichen Studien weiter verwerten.“
Professur an der Technischen Universität Berlin
Die Basis vieler Entwicklungen des Ferdinand-Braun-Instituts sind III/V-Verbindungshalbleiter – ein Gebiet, auf dem Tränkle seit vielen Jahren forscht. Unter anderem leitete er von 1988 bis 1995 den Bereich III/V-Halbleitertechnologie am Walter-Schottky-Institut der Technischen Universität München. 1996 wurde Günther Tränkle Direktor des Ferdinand-Braun-Instituts. Seit 2002 hat er zudem eine Professur an der Technischen Universität Berlin inne. Am Institut für Hochfrequenz- und Halbleiter-Systemtechnologie ist Tränkle Professor für Mikrowellen- und Optoelektronik und forscht in den Bereichen III/V-Halbleitertechnologie, Mikro- und Millimeterwellenelektronik und Hochleistungsdiodenlaser.
Fragt man Günther Tränkle nach seinem größten Erfolg, nennt er die positive Entwicklung des Ferdinand-Braun-Instituts unter seiner Leitung. Eine Leistung, die er ganz maßgeblich auch seinen Mitarbeitern zuschreibt: „Zusammen ist es uns gelungen, hier in Berlin aus dem vorhandenen Potenzial eine der leistungsfähigsten Einrichtungen im Bereich der Lasertechnologie und Mikrowellentechnik in Europa zu schaffen.
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Das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik erforscht Schlüsseltechnologien für innovative Anwendungen in der Mikrowellentechnik und Optoelektronik. Als Kompetenzzentrum für Verbindungshalbleiter arbeitet das Institut weltweit vernetzt und erzielt Forschungsergebnisse auf internationalem Spitzenniveau.
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