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Olga Holtz

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Portrait von Professor Dr. Olga Holtz

Prof Dr.

Olga Holtz

Professorin im Fachgebiet numerische Mathematik am Institut für Mathematik der Technischen Universität Berlin. (Foto:TU Berlin/Pressestelle, Uli Dahl)

„Berlin ist eine großartige Stadt für Mathematiker“, sagt Olga Holtz. Sie kann es beurteilen: Seit drei Jahren arbeitet die russische Spitzenforscherin als Professorin im Fachgebiet numerische Mathematik an der Technischen Universität Berlin.

Sich an nur eine Stadt zu binden, ist für die junge Wissenschaftlerin nicht einfach. Denn eigentlich liebt Olga Holtz die Abwechslung: Nach ihrem Studium in Tscheljabinsk wechselte sie an die University of Wisconsin in den USA. 2000 promovierte sie dort in Mathematik und forschte anschließend am Institut für Computerwissenschaften. 2002 legte sie ihren ersten Zwischenstopp in Berlin ein. Mit einem Forschungsstipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung arbeitete sie schon damals an der Technischen Universität Berlin. Nach einem Jahr zog es sie zurück in die USA. An der University of California in Berkeley wurde sie Assistenzprofessorin.

Preis gewonnen, Berlin gewählt

2006 feierte Olga Holtz einen großen Erfolg: Sie gewann den Sofia-Kovalevskaja-Preis der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, einen der höchstdotierten Forschungspreise weltweit. Über eine Million Euro stand ihr nun für die Forschung zur Verfügung. Das Geld half der damals 33-Jährigen dabei, ohne viel Bürokratie Mitarbeiter einzusetzen, eine Arbeitsgruppe aufzubauen sowie Geräte und Reisen zu finanzieren. Olga Holtz musste sich nur noch entscheiden, wo sie in Zukunft forschen wollte. Sie wählte die Technische Universität Berlin aus. Der Eliteuniversität in Berkeley hat sie dennoch nicht den Rücken gekehrt. Auch dort lehrt und forscht sie weiterhin.

Berkeley und Berlin – an beiden Wissenschaftsstandorten fühlt Olga Holtz sich wohl. Warum hat sie den Sofia-Kovalevskaja-Preis in der deutschen Hauptstadt eingesetzt? „Hier gibt es so viele hervorragende mathematische Institutionen und Mathematiker“, sagt sie. „Da haben wir zum Beispiel das DFG-Forschungszentrum Matheon für angewandte Mathematik, das Konrad-Zuse-Institut und Forschungseinrichtungen wie das Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik. Hinzu kommen natürlich auch die großen Universitäten in Berlin.“


Olga Holtz’ Begeisterung für Berlins Wissenschaftslandschaft hat sich bereits ausgezahlt: Für ihre Forschungsergebnisse erhielt sie 2008 den European Mathematical Society Preis, der alle vier Jahre auf dem Europäischen Mathematikerkongress an Nachwuchstalente vergeben wird. Im August 2010 erhielt sie außerdem einen mit 880.000 Euro dotierten European Research Council (ERC) Starting Grant – eine Förderung der Europäischen Union für ihr neues Projekt in reiner Mathematik.


„Viele industrielle Aufgaben lassen sich nur mit Mathematik lösen“


Doch nicht nur die Wissenschaft fasziniert Olga Holtz an Berlin. Genauso spannend findet sie den Austausch mit der Industrie. „Das Matheon zeigt zum Beispiel sehr überzeugend, dass sich viele industrielle Aufgaben am besten oder sogar nur mit Hilfe guter Mathematik lösen lassen.“ Die Forschungseinrichtung kooperiert mit Bauingenieuren, Elektrotechnikern, Biologen und Chemikern.
Auch Olga Holtz selbst beschäftigt sich vor allem mit angewandter Mathematik. Bei ihren Forschungen geht es um die Verarbeitung riesiger Datenmengen, wie sie zum Beispiel bei der Entwicklung von Flugzeugen oder Medikamenten, in der Raumfahrt, in der Architektur oder beim Aufbau von Handynetzen vorkommen. Ziel ist es, Computerberechnungen zu beschleunigen. Olga Holtz entwickelt hierfür mathematische Methoden, die zuverlässig und schnell funktionieren.


Berlin – eine Stadt für junge Wissenschaftler


Und wie sieht die Ausnahmewissenschaftlerin ihre Zukunft? „Das ist noch völlig offen“, sagt sie. „Jetzt bin ich erstmal froh, die Forschungsmöglichkeiten in Berlin nutzen zu können. Vielleicht gehe ich irgendwann aber auch mal wieder ins Ausland.“ Bis dahin genießt sie Berlin – für die Stadt hat sie genaue Zukunftswünsche: „Ich hoffe, dass sich Berlin noch weiter zum Zentrum der Mathematik entwickelt.  Die Stadt hat so viel zu bieten – vor allem auch für junge Wissenschaftler.“

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Die Technische Universität Berlin versteht sich als international renommierte Universität in der deutschen Hauptstadt, im Zentrum Europas. Ihr Streben nach Wissensvermehrung und technologischem Fortschritt orientiert sich an den Prinzipien von Exzellenz und Qualität.


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