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Jun 02 2017

Deutsches Internet-Institut eröffnet in Berlin

Foto: ra2studio - shutterstock.com

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat den Standort des neuen Instituts bekannt gegeben, das die Wechselwirkungen von Digitalisierung und Gesellschaft erforschen wird. Ein Berlin-Brandenburger Konsortium übernimmt die Leitung. Dafür stellt das BMBF Fördermittel in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro in den ersten fünf Jahren bereit. Das Deutsche Internet-Institut nimmt noch in diesem Jahr die Arbeit auf. Das neue Institut soll die ethischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte von Internet und Digitalisierung erforschen.

 

„Mit seiner Gründung schaffen wir nicht nur einen neuen Leuchtturm in der deutschen Forschungslandschaft, sondern schaffen zugleich eine Einrichtung, die ihre Erkenntnisse an Gesellschaft, Wirtschaft und Politik weitergibt", sagte Bundesforschungsministerin Wanka. Ein Schwerpunkt des Berlin-Brandenburger Konsortiums liegt auf dem Zusammenwirken der Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften mit der Designforschung und der Informatik.

 

Berlin als „digitaler Netzwerkknoten“

Das Konsortium aus Freier Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technischer Universität Berlin, Universität der Künste Berlin, Universität Potsdam, Fraunhofer-FOKUS und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung als Koordinator leitet das Deutsche Internet-Institut. Es ist als „lernendes Zentrum“ angelegt und soll Impulse in der nationalen und internationalen Forschung geben sowie neue Themen aufnehmen. Als zentraler Akteur in der Forschungslandschaft soll das Institut selber aktuelle Schwerpunkte setzen. Mit einem interdisziplinären Ansatz verfolgt es das Ziel, die Gesellschaft und ihre Institutionen, Unternehmen und Politik mit praxisnahen Anwendungsmodellen zu unterstützen. Darüber hinaus vernetzt das Deutsche Internet-Institut die einschlägige Forschungslandschaft und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs, beispielsweise mit Forschungsaufenthalten exzellenter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Die Direktorenstellen des Instituts sollen international ausgeschrieben werden.