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Apr 19 2017

Digitale Vernetzung: Umfassende Expertise aus einer Hand

Vom Start-up über den Mittelstand bis zum Großkonzern: Das neue Leistungszentrum „Digitale Vernetzung“ bietet Unternehmen umfassende Forschungs- und Umsetzungskompetenz aus einem Guss. Es bündelt Expertise und Know-how von vier Fraunhofer-Instituten, die eng mit den regionalen Hochschulen kooperieren, und stellt einen weiteren Meilenstein in der Positionierung Berlins als führenden Standort im Bereich der Digitalisierung dar. 

 

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Entwicklung und Bereitstellung von praxisnahen Lösungen für die digitale Transformation. Geforscht wird dabei sowohl an Basis- und Querschnittstechnologien als auch an Lösungen für vier konkrete Anwendungsbereiche: Tele-Medizin, Mobilität und Zukunftsstadt, Industrie und Produktion sowie kritische Infrastrukturen. Der Sprecher des Leistungszentrums, Prof. Dr. Manfred Hauswirth, gibt einen Ausblick: „ Für alle Partner entwickeln wir schon heute maßgeschneiderte Lösungen, die ihnen nachweislich Innovations- und Wettbewerbsvorteile bringen.“ Hauswirth ist Direktor des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) und ist Fachgebietsleiter an der TU Berlin. Für ihn steht fest: „Wir sind auf dem besten Weg, europaweit die erste Adresse im Bereich digitale Vernetzung zu werden.“ 

 

Stärkung der digitalen Hauptstadt

Die Digitalisierung aller Lebensbereiche ist weltweit eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Mit dem Leistungszentrum – 15 weitere sind in Deutschland geplant – soll die innovationsorientierte Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie gesichert werden. „Wir arbeiten zusammen an Themen, die aufeinander aufbauen“, erklärt Professor Hauswirth und nennt ein Beispiel: „Für den zukünftigen Mobilfunkstandort 5G arbeitet das Heinrich-Hertz-Institut an der Luftschnittstelle, der Antennentechnik und der Glasfasertechnologie. Wir, das FOKUS, bauen die Software. Das Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration wird federführend die Software in Hardware umsetzen.“ Das Leistungszentrum Digitale Vernetzung werde also ein One-Stop-Shop für die Industrie von der Hardware, über die Übertragungstechnik und die Software bis in die Produktion.

 

TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen sieht in dem Zentrum einen wichtigen Beitrag zur Digitalen Agenda und eine weitere Stärkung Berlins als digitale Hauptstadt. „Durch diese Intensivierung der Kooperationen zwischen der TU Berlin, den Fraunhofer-Instituten und dem Einstein Center Digital Future kann sich Berlin in der Exzellenzstrategie selbstbewusst positionieren.“