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Jul 19 2017

Professorin werden! Hochschulen informieren über Berufsperspektiven und Berufungsverfahren

Das Forschernetzwerk Researchgate, eines der erfolgreichsten Start-ups dieser Stadt, hat einen neuen Meilenstein in seiner Entwicklung zu einem Unternehmen von globaler Bedeutung erreicht: Es ist den Berlinern gelungen, Partner eines renommierten internationalen Wissenschaftspreises im Jahr 2018 zu werden.

Die Gründer des Suchmaschinenkonzerns Google und des sozialen Netzwerks Facebook, Sergey Brin und Mark Zuckerberg, sowie der aus Russland stammende Unternehmer Juri Milner gehören zu den Stiftern des mit insgesamt mehr als 25 Millionen US-Dollar dotierten "Breakthrough Prize". Zu den Sponsoren der Preisverleihung gehören mehrere namhafte US-Universitäten, darunter jene in Stanford und Berkeley.

 

 

 

Researchgate mit 12 Millionen Nutzern

Die zwölf Millionen als Forscher verifizierten Mitglieder des Netzwerks Researchgate haben durch die neue Partnerschaft noch bis Ende Mai Gelegenheit, Forscher für die mit jeweils drei Millionen US-Dollar dotierten Einzelpreise in den Fachrichtungen Mathematik, Lebenswissenschaften und Physik zu nominieren.

Die neue Partnerschaft schafft Synergien, denn mehr als 600 Breakthrough-Preisträger aus den Jahren seit 2012 sind bereits Mitglieder von Researchgate, darunter Wissenschaftler der Ligo Gruppe (Laserforschung) und des Atlas-Projekts am europäischen Kernforschungszen­trum CERN.

Forscher teilen ihre Arbeit

Die Researchgate-Forscher arbeiten am Puls der Wissenschaft. Sie erfahren Trends und neue Erkenntnisse als erste und können deshalb qualifizierte Empfehlungen für den Wissenschaftspreis aussprechen.

Auf der Internet-Plattform Research­gate teilen und diskutieren Forscher aus nahezu allen Ländern der Welt die Ergebnisse ihrer Arbeit aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen – seit 2016 auch kollaborativ und in Echtzeit in einer Million Projekten.

Bill Gates investierte 35 Millionen Dollar

Der Mediziner und Computerwissenschaftler Ijad Madisch gründete die Plattform im Jahr 2008 mit dem Ziel, wissenschaftliche Forschung öffentlich zu machen und einen Diskurs zwischen Forschern zu ermöglichen. Damit traf er den Nerv des Wissenschaftsbetriebs, der offenbar eine schnelle Kommunikationsplattform suchte: Neun Jahre nach der Gründung gibt es mehr als 140 Millionen Kontakte zwischen den Forschern, die jeden Tag mehr als 500.000 Updates über ihre Forschungsarbeit teilen.

Madisch fand namhafte Investoren, die sein Projekt unterstützten. Der prominenteste darunter ist der Microsoft-Gründer Bill Gates, der eine Summe von 35 Millionen US-Dollar in das Berliner Start-up steckte. Ein Investment dieser Größe war im Jahr 2013 in Berlin, wo sich die Start-up-Szene gerade erst gebildet hatte, eine Sensation. Im Jahr 2016 konnte sich das Berliner Unternehmen weitere 50 Millionen US-Dollar sichern, um sein Wachstum zu finanzieren und die Plattform weiter zu öffnen, damit die Forschungsergebnisse einem breiteren Publikum zugänglich werden.

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