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Apr 19 2017

Wettbewerb: Die Idee für nachhaltige Ideen

Der Transfer von Forschungserkenntnissen spielt in den Geisteswissenschaften schon lange eine große Rolle. Beim Ideenwettbewerb „Research to Market Challenge“ können Wissenschaftler nun ihre Produkt- und Geschäftsideen einreichen. Die neue Wettbewerbskategorie „Cultural & Social“ gibt jetzt auch Beiträgen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften Gelegenheit, sich zu präsentieren.

 

Gefragt sind Modelle, die sich in die Praxis umsetzen lassen – egal, ob durch Unternehmen, Bezirksämter, Museen, Vereine oder andere Akteure. Andreas Wanke, Leiter der Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie der Freien Universität Berlin, ist einer der Juroren. Aus seinem beruflichen Alltag weiß er, wie wichtig kulturelle Aspekte für gesellschaftliche Veränderungen sind. „Bei Nachhaltigkeit denken viele Menschen zuerst an Rohstoffe und Umweltschutz“, sagt Wanke. „Unsere Stabsstelle will jedoch zu einem umfassenden Bewusstseinswandel anregen. Das gelingt nicht, wenn man sich ausschließlich mit technischen Aspekten, wie Energieeffizienz, befasst und eine technisch geprägte Sprache verwendet. Das gleitet an vielen Menschen ab.“ 

 

Wettbewerb läuft bis 1. Mai 2017

Wenn Nachhaltigkeitsthemen wie Armut, Gesundheit, Bildung, soziale Ungleichheit, Klimaschutz, verantwortlicher Konsum und gutes Leben dagegen in Kunst, Literatur, Film oder Theater bearbeitet werden – und dadurch eine kreativ-verändernde Kraft entwickeln können –, sei das oft wirkungsvoller als kurzfristige Bildungsangebote, die schnell wieder aus dem Bewusstsein geraten. Auch deswegen wünscht sich Wanke für die „Research to Market Challenge“ viele Beiträge aus den Fachbereichen Philosophie- und Geisteswissenschaften sowie Geschichts- und Kulturwissenschaften. Mit dem Wettbewerb „Research to Market Challenge“ sollen Angehörige und Alumni der Freien Universität Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie aus kooperierenden Einrichtungen angeregt und unterstützt werden, ihre Einfälle zu Papier zu bringen und einen Plan für deren Umsetzung zu entwickeln. Einsendeschluss für Ideenskizzen ist der 1. Mai 2017. Die Ideen werden von einer Expertenjury begutachtet. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 9.000 Euro vergeben.